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Wut, Geschrei und Tränen

Eltern sind meist verunsichert, wenn ihre Kinder häufig weinen oder oft trotzig und wütend sind. Im Allgemeinen versuchen sie umgehend, das Kind möglichst schnell wieder zu beruhigen oder von seinem Kummer abzulenken.

Vor vielen Jahrzehnten war es Sitte, die Babys ‚schreien zu lassen' oder das bockige Kind ‚vor die Tür zu setzen', weil Eltern und Großeltern sonst eine Verwöhnung des Kindes befürchteten. Da selbst die heutige Generation noch von diesen schrecklichen Vorstellungen geprägt ist, hat sich die moderne Haltung herausgebildet, Babys und kleine Kinder generell nicht mehr weinen zu lassen.

So kommt es, dass die Tränen der Kinder unmittelbar die Alarmsysteme der Erwachsenen aktivieren, die nun mit allen Mitteln versuchen, das Weinen, Schreien und Trotzen eiligst zu beenden. Doch das ist eine recht mühsame Vorgehensweise, die zudem auf Dauer wenig stabilisierende Wirkung zeigt.

In diesen Gedanken zur Bindungspädagogik beschreibe ich die Bedeutung der starken Emotionen und einen angemessenen Umgang mit den Tränen, damit Eltern und Erziehende eine bewusste Haltung zu den Gefühlen einnehmen und durch deren Achtung und Annahme zu einer vertieften Bindung finden können.

 

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